Die Charaktereigenschaften einer Person sind komplexer als sie einfach nur mit Dominanz oder Schüchternheit, Freude oder Trauer zu benennen. Es verwundert also nicht, dass einige dieser Eigenschaften wichtig sind, um beim Poker zu gewinnen.
Nur weil eine Person ruhig, ausgeglichen und introvertiert ist, ist sie nicht gleichzeitig ein guter Pokerspieler.
Im Allgemeinen kann man sagen, dass es zwei Typen von Persönlichkeiten gibt: die Extravertierten und die Introvertierten. Man kann diese wie folgt beschrieben: es gibt Personen die expressiv, sozial und offen sind. Andere dagegen sind schüchtern, reserviert und verschlossen. Die meisten Personen sind jedoch zwischen den Extremen „Extrovertiert“ und „Introvertiert“ einzuordnen. So wird zum Beispiel eine „normale“ introvertierte Person in einigen Fällen wie eine extrovertierte Person handeln und jemand der völlig extrovertiert erscheint, wird auch einmal einige Momente der Ruhe und des Friedens benötigen.
Wenn wir diese Charaktereigenschaften an einem Pokertisch betrachten, dann werden wir feststellen, dass sie sich negativ oder positiv auf das Spiel auswirken können. Eine introvertierte Person hat es einfacher keine Gefühle am Spieltisch zu zeigen. Zweifellos ruft dann jedoch der Einsatz bei einem Flop mit einer schlechten Hand, nach Stunden des monotonen Spiels, mehr Aufregung bei einer introvertierten Person hervor, als bei einer anderen. Dies hinter einem ruhigen und gelassenen Gesicht zu verbergen, kann schwierig für sie werden.
Chris Ferguson ist ein gutes Beispiel für einen introvertierten Pokerspieler. Für jede Aktion nimmt er sich die gleiche Zeit; er wirkt unveränderlich hinter seinem Hut und seiner Sonnenbrille. Man weiß nie, was er denkt.
Eine extrovertierte Person muss sprechen und da sie expressiver ist, entweichen ihr manchmal auch einige Hinweise. Sie spricht wahrscheinlich lauter oder schneller, wenn sie eine gute Hand hat. Das kann soweit gehen, dass sie etwas Nervöses in der Stimme hat, wenn sie bluffen will. Das wichtigste an einem Pokertische ist es die unterschiedlichen Eigenschaften gut zu kombinieren. Man kann aber auch nur eine der beiden Charakterzüge nutzen.
Daniel Negreanu ist das perfekte Beispiel eines Extravertierten. Er spricht gerne. Er spricht, wenn er mitten in einer Hand ist, spricht, wenn er draußen bleibt und spricht zwischen den Händen. Er spricht über Sport, Filme von Rocky und manchmal sogar vom Poker Regeln.
Das Wichtigste ist es, sich selbst zu kennen. Man sollte wissen, wie man in einer Stresssituation reagiert. Man muss daran arbeiten seinen Reaktionen zu kontrollieren, egal ob man ein extrovertierter oder introvertierter Pokerspieler ist.















